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Der gläserne Bürger, der nichts zu verbergen hat.

Seit den ersten Enthüllungen durch Edward Snowden seit Anfang Juni, dringen täglich neue Informationen über die Presse an uns. Während sich die Politik in Schweigen, Nichtstun hüllt, das Thema als "Neuland" und "erledigt" definiert, offenbart sich Schicht für Schicht der gesamte Umfang der Überwachung, getarnt als "Terrorvorbeugung", während die überwiegenden Bevölkerungen anscheinend teilnahmslos darauf reagieren.

Seit den ersten Enthüllungen durch Edward Snowden seit Anfang Juni, dringen täglich neue Informationen über die Presse an uns. Während sich die Politik in Schweigen, Nichtstun hüllt, das Thema als "Neuland" und "erledigt" definiert, offenbart sich Schicht für Schicht der gesamte Umfang der Überwachung, getarnt als "Terrorvorbeugung", während die überwiegenden Bevölkerungen anscheinend teilnahmslos darauf reagieren.

Grund hierfür, sind anscheinend Uninformiertheit, gegen die schiere Übermacht nichts ausrichten zu können, Obrigkeitsvertrauen und das oft vernommene Argument: "man habe nichts zu verbergen".
Dabei scheinen viele Menschen gar nicht zu realisieren, dass heutzutage die allermeisten Daten digital über jene Leitungen übertragen werden, durch die auch das Internet geleitet wird. Somit greift das Argument nicht, dass nur Internet- oder "exhibitionistische" Facebook Nutzer davon betroffen sind. Nein – es betrifft (wenn auch in eingeschränktem Maße) auch Oma Müller. Es betrifft uns alle und in einem Ausmaß, das vielen anscheinend nicht bewusst sein wird:

  • Ihre Gedanken, Meinungen, Einstellungen und Interessen (korrelierend mit Konsumverhalten und sozialem Umfeld)
    • welche Informationen suchen Sie im Internet (Suchdienste)
    • welche Webseiten besuchen Sie, wie häufig, wie lange verweilen Sie darauf
    • welche Daten laden Sie aus dem Web herunter oder veröffentlichen Sie
    • welche Meinungen hinterlassen Sie in Onlineforen, Blogs, sozialen Netzwerken (auch in den geschützten Bereichen)
    • was schreiben Sie in E-Mails, Chats und SMS/MMS
    • was sagen Sie in normalen- oder Internet-Telefonaten
  • Konsumverhalten (korrelierend mit Einstellungen, Interessen)
    • was kaufen Sie in Online-Shops
    • was kaufen Sie in Geschäften (sofern Sie mit EC-/Kreditkarte bezahlen und/oder Rabattsysteme nutzen)
    • welche Sendungen sehen Sie an (z.B. sofern Sie Internet-TV [IP-TV] nutzen)
  • Geldfluss, Finanzen (korrelierend mit Konsumverhalten und sozialem Umfeld)
    • welche Überweisungen tätigen Sie
    • wie ist Ihr finanzieller Status
    • digital übertragene Steuererklärungen, Bilanzen etc.
  • Lokaler Standort (korrelierend mit Konsumverhalten und sozialem Umfeld)
    • Verlauf Ihres Bewegungsprofils (durch Ihr Handy, Einsatz von Geldkarten, Verkehrserfassung, Überwachungskameras, Fluggastdaten)
    • Ihr aktueller Standort (durch Ihr Handy, Einsatz von EC-/Kreditkarte, Verkehrserfassung, Überwachungskameras)
  • Soziales Umfeld (korrelierend mit Interessen, Standort, Konsumverhalten)
    • mit wem stehen / standen Sie in Kontakt (Telefon, E-Mail, Webseiten, Netzwerke, Briefe etc.)
    • wo kaufen Sie ein (Einsatz von EC-/Kreditkarte)
    • wo wohnen Sie (Behördendaten, Werbedaten, Handystandort)
    • mit wem verreisen Sie (oder bewegen sich gemeinsam fort)
  • Biometrische Daten (korrelierend Standort)
    • durch übertragene Fotos auf Cloud-Dienste oder sozialen Netzwerken
    • wo befanden / befinden Sie sich (durch Überwachungskameras)
    • Fingerabdrücke (z.B. bei der Einreise in die USA)
    • DNA (z.B. bei Ermittlungen, freiwilliger Abgabe, Ihrer Krankenakte)
  • Computerdaten (korrelierend mit Interessen, Biometrische Daten, sozialem Umfeld)
    • durch Abgreifen auf Cloud-Diensten (wahrscheinlich auch wenn verschlüsselt)
    • durch Abgreifen von Ihrem PC, Notebook, Tablett, Smartphone
    • eventuell mögliche Manipulation Ihrer Daten auf Ihrem PC, Notebook, Tablett, Smartphone
  • Lauschangriffe
    • unbemerkte Aktivierung des Mikrofons, Kamera Ihres PCs, Notebooks, Tabletts, Smartphones
  • Behördliche-, interne Kommunikation
    • digital übertragene Daten, wie Krankenakte, Atteste, Steuerdaten, Unternehmensdaten etc.

(Hinweis: Oben aufgezählte Beispiele garantieren keine Vollständigkeit. Diese sind heutzutage technisch umsetzbar und werden auch umgesetzt. Inwieweit dies derzeit, in diesem Umfang, auch schon in Deutschland geschieht, ob die erhobenen Daten ausgetauscht und miteinander verknüpft werden, kann nicht verbindlich gesagt werden.)

Neben dem oben aufgeführen Ausmaß, muss der Bürger jedoch noch nachfolgende Informationen verinnerlichen:

  • Das Internet ist dezentral aufgebaut. Das bedeutet, dass ein Datenaustausch (z.B. zwischen München und Köln) nicht selbstverständlich innerhalb der deutschen Infrastruktur stattfindet. Solche Daten können auch über die USA oder andere Länder laufen.
  • Selbst wenn sich die Daten nur innerhalb von Deutschland bewegen, diese hier über ausländische Stützpunkte (welche nicht deutschen Gesetzen unterliegen) abgegriffen werden.
  • In naher Zukunft selbst SSL-gesicherte Verbindungen oder Paßwörter nicht mehr sicher sind, da Provider die "Schlüssel" herausgeben müssen.

Sie fragen sich, wer an Ihnen Interesse haben sollte? Hierzu auch ein paar Fakten und Gedankenanstöße:

  • Derzeit bereits vorhandene Abhör- und Speicherzentren kosten Millionen, sogar Milliarden an Aufbau- und Unterhaltungskosten. Derzeit wird in Montana/USA für die NSA ein neues Datenzentrum gebaut. Dessen Speicherkapazität beträgt 1 Yottabyte. Das ist eine Kapazität von 1.000 Milliarden Terabyte (= 1 Billion), also 1 Billion derzeit üblicher Festplatten. Damit kann man, das haben Analytiker berechnet, das komplett dokumentierte Leben von jedem Erdenmenschen speichern.
  • Überlegen Sie einmal: Wenn Sie Milliarden von Euro oder US$ für das Abfangen, Erfassen, Analysieren und Speichern von Daten ausgeben, Ihr Budget quasi fast unerschöpflich ist, zigtausende Arbeitsplätze daran hängen, Sie nicht wirklich kontrolliert werden (ist ja alles geheim, selbst darüber reden darf niemand), würden Sie die gesammelten Daten freiwillig wieder löschen?
  • Sie wissen nicht, welche Daten über Sie gespeichert sind und an welchem Standort, wie viele Kopien und wo Ihre Akten verstreut sind, wer darauf Zugriff hat, ob sich vielleicht inhaltliche Fehler (Verwechslungen) eingeschlichen haben, diese manipuliert (weil Sie "unbequem sind) werden/worden sind und vor allem nach welchen Kriterien werden diese erfasst und analysiert.
  • Welches Interesse ist (derzeit noch) stärker? Der Alltag der (Zitat) "langweiligen" Bürger oder vielleicht Internas von Firmen und Unternehmen?
  • Derzeit werden (so sagen die offiziellen Stellen) "nur" die sogenannten Metadaten gesammelt. Metadaten sind z.B. wer mit wem kommuniziert, wann, wie lange, von welchen Orten aus, Sprache und weitere Informationen, nach denen selektiert werden kann. Ist eine Person ins Visier geraten, kann die gesamte Kommunikation, der Standort etc. in Echtzeit verfolgt werden. Zudem sämtliche Daten, die zuvor erfasst worden sind.

Sie fragen immer noch, wer sich für Sie interessieren sollte?

  • Politische Klimas, Systeme, Gesetze, Bürgerrechte können sich im Laufe von Jahren ändern. Aktuell zu sehen in Ungarn, Russland, den USA. Vielleicht trifft es Sie nicht mehr, spätestens jedoch Ihre Kinder, Enkel, Urenkel und wie werden die gesammelten Daten dann genutzt?
  • Bei einem Verdacht ist nicht nur die Zielperson betroffen. Die Rastersuche umfasst bis zu drei "Hops". Bei einem "Hop" wird davon ausgegangen, dass jede Person Kontakt zu etwa 100 anderen Personen hat/hatte. Der zweite "Hop" beinhaltet somit 100 x 100 Personen und der dritte "Hop" erfasst 100 x 100 x 100 Personen. Das ergibt 1 Million Menschen, welche bei einem Verdachtsmoment gerastert werden. Dass Sie von den maschinellen Scannern erfasst werden, ist also nicht so unwahrscheinlich. Die Frage ist nur, wie der Computer sie einstuft, wie er die gesammelten Daten über Sie interpretiert. Witze, Zynismus, Toleranz, Sarkasmus, lockere Sprüche sind Datenmaschinen unbekannt und manch einem Profiler vielleicht auch.
  • Was würden Sie sagen, wenn irgendwann kriminelle Elemente in die Speicher der NSA oder anderer Dienste eindringen, die Daten entwenden? Die 100 prozentige Sicherheit gibt es für keinen Computer.
  • Fänden Sie es toll, wenn es nur eine Frage der Beziehung oder des Geldes ist, wenn Fremde, Unternehmen, Staaten sich Ihre Daten besorgen können. Wie heißt es so schön: "Money sells"! Versicherungen, Banken neugierig auf Ihre Lebenssituation sind. Vielleicht auch das große Unternehmen, bei dem Sie sich gerade bewerben? Sind die Daten einmal vorhanden, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Sie meinen, dass der Zug bereits abgefahren ist, man nichts dagegen unternehmen kann?

Der Zug rollt, aber er ist noch nicht in voller Fahrt. Es entscheidet sich jetzt, ob die Gesellschaft noch die Gelegenheit haben wird dagegen zusteuern! Als Bürgerinnen/Bürger einer freiheitlichen Demokratie können Sie diverse Dinge unternehmen - als Firma/Unternehmen ebenso.
Das beginnt damit, dass Sie Ihren Verband, Ihre Politiker, Ihre Partei kontaktieren und auf die Füße treten können. Sie können Organisationen unterstützen, die sich dagegen stemmen. Sie können Ihre Mitmenschen sensibilisieren. Sie können online Petitionen unterzeichnen oder auf öffentliche Kundgebungen gehen. Und Sie können sensibler mit Ihren Daten umgehen.

Wenn Sie noch Fragen oder Informationsbedarf, auch hinsichtlich Ihrer Infrastruktur haben, kontaktieren Sie uns einfach. Sie können uns auch gerne auf Facebook, twitter oder über unser Blog folgen.

Copyright/Bildrechte: crema WAG!
(wir geben das Nutzungsrecht der erstellten Grafik frei, für alle, die in dieser Sache informieren möchten. Creative Commons: Bild-CC-by-sa/3.0)

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